Niederfrequente Felder

Hausinstallation , Hochspannungsleitung, Eisenbahn

Niederfrequente Felder treten überall dort auf, wo elektrische Energie erzeugt, transportiert oder angewendet wird.

Im elektromagnetischen Spektrum sind die niederfrequenten elektrischen und magnetischen Felder im Frequenzbereich zwischen etwa 1 Hertz und < 9 Kilohertz angesiedelt (Hertz ist die Maßeinheit für die Frequenz, d.h. für die Zahl der Schwingungen pro Sekunde). Im Gegensatz zu hochfrequenten elektromagnetischen Feldern treten bei niederfrequenten Feldern deutlich weniger Richtungswechsel des elektrischen Feldes und des magnetischen Feldes auf. 

Im Alltag treten niederfrequente elektrische und magnetische Felder auf durch zum Beispiel:

  • die Stromversorgung (z.B. Hochspannungsleitungen), Frequenz 50 Hz
  • Haushaltsgeräte und Elektroinstallationen im Haus
  • elektrifizierten Verkehrssysteme wie Eisenbahnen, Frequenz 16,7 Hz

Niederfrequente magnetische Felder erzeugen direkt elektrische Felder und Ströme im Inneren des Körpers. Dabei kommt es ab einem bestimmten Schwellenwert zunächst zu biologischen Effekten und bei höheren Strömen auch zu gesundheitlichen Gefahren. Der zugrunde liegende Mechanismus ist die Stimulation von Nerven, was bis zu Herzkammerflimmern und zusätzlichen Herzkontraktionen führen kann. 

 

Bewertung von Leukämie bei Kindern in Verbindung mit niederfrequenten magnetischen Feldern

Die International Agency for Research on Cancer (IARC) hat 2002 niederfrequente Felder in Klasse 2B ("möglicherweise kanzerogen") eingestuft. Ausschlaggebend hierfür waren epidemiologische Beobachtungen eines statistischen Zusammenhangs von Leukämie bei Kindern und einer zeitlich gemittelten Magnetfeldexposition der Kinder weit unterhalb des geltenden Grenzwerts im Bereich von 0,3 bis 0,4 Mikrotesla (µT). 

 

Bei Hochspannungsleitungen gilt es zu unterscheiden zwischen magnetischer Flussdichte, die von der Hochspannungsleitung ausgeht und elektrischen Feldern der Leitung selbst.

Unterschieden werden muss aber auch zwischen induzierten und angekoppelten Feldern, die im Baukörper selbst entstehen.

Je nach Spannungsgröße der Leitung kann auch eine Hochfrequenzstrahlung von der Hochspannungsleitung ausgehen, die selbst Baumasse durchdringen kann. 

 

Neue Studie zu Alzheimer und Hochspannung

Forscher der Universität Bern haben in einer Studie Hinweise darauf gefunden, dass das Wohnen bei einer Hochspannungsleitung das Risiko erhöhen könnte, an Alzheimer zu erkranken. Dies schreibt die Universität in einer Pressemitteilung. Die Studie ist in der Fachzeitschrift “American Journal of Epidemiology” erschienen.

Die Forscher analysierten die Ursachen von Todesfällen in der Schweiz. Für Personen, die länger als 15 Jahre in einem Umkreis von 50 m einer Hochspannungsleitung wohnten, war das Alzheimer-Risiko demnach doppelt so hoch wie bei Personen, die weiter als 600 Meter von einer Hochspannungsleitung entfernt wohnten.

Von 9200 Personen wohnten nur 20 innerhalb von 50 Metern Nähe bei einer Hochspannungsleitung. Bei Personen, die zwischen 50 und 200 Metern entfernt lebten, trat keine erhöhten Alzheimererkrankung auf.

Das Resultat zeigte sich selbst dann, wenn auch Unterschiede des Alters, des Geschlechts, der finanz. Position oder der Ausbildung berücksichtigt wurden. Lebten die Personen kürzere Zeit so nahe bei einer Leitung, war das Risiko entsprechend geringer.

Nicht berücksichtigt weurde, dass in Häusern durch Hausinstallationen auch solche Felder vorhanden sein können.

Quelle: http://www.ibes-gegen-elektrosmog.de/83-1-Krank-wegen-einer-Hochspannungsleitung.html

 

Ebenso gibt es dort Hinweise auf Messtechnik und baubiologische Abschirmung
http://www.ibes-gegen-elektrosmog.de/225-1-Abschirmung-bei-Elektrosmog.html